Deutschland hat gewählt

Deutschland hat gewählt und der deutsche Mittelstand verfügt angesichts des knappen Wahlergebnisses nur über eine unsichere Perspektive. Denn trotz des großen Wahlerfolgs der mittelständisch geprägten Bundeskanzlerin ist völlig unklar, welche Machtkonstellation sich langfristig durchsetzen kann. Grandios gescheitert ist die schwarz-gelbe Option, die in den vergangenen vier Jahren dem Mittelstand in Deutschland (Stichwort “Mehrwertsteuerentlastung für Hotelbetriebe”) sehr freundlich gegenüber aufgetreten ist. Knapp gescheitert an der kritischen Fünf-Prozent-Klausel ist nicht nur die mittelstandfreundliche FDP, auch die wirtschaftsfreundlich gestimmte AfD konnte diese Hürde nicht überwinden, womit dem bürgerlichen Lager insgesamt fast zehn Prozent des Potentials im Bundestag fehlen.

Die mittelstandsfreundliche Angela Merkel hat gegenwärtig nur zwei Handlungsoppositionen: Sie kann mit den Grünen erstmals ein schwarz-grünes Bündnis eingehen, wobei sie allerdings mit einer Partei koalieren würde, die Steuererhöhungen und Absenkung von Steuerprivilegien zu Hauptwahlkampfthemen gemacht haben. Die Grünen haben sich noch nie durch eine besonders mittelstandsfreundliche Politik ausgezeichnet. Sie planen neben Steuererhöhungen auch weitere Belastungen durch die Energiewende, was langfristig den Strompreis weiter nach oben treiben wird. Bisher vorhandene Befreiungen von der Ökosteuer werden auf den Prüfstand gestellt.

Wahrscheinlicher als dieses Horrorszenario für den Mittelstand ist aber die bekannte Variante einer großen Koalition. Doch die SPD zeigt sich zurückhaltend und möchte ein Maximum ihres Wahlprogramms umsetzen. Flächendeckende Mindestlöhne und die Einführung weiterer Mindeststandarts werden die ersten Maßnahmen sein, die auch den Mittelstand vor erhebliche Probleme stellen könnten. Doch mittel- bis langfristig droht weiteres Unheil von der SPD, denn diese hat nun die Machtoption einer rot-rot-grünen Regierung gewonnen. Einige Beobachter gehen davon aus, dass die SPD nach einer gewissen Karenzzeit die große Koalition platzen lässt und gemeinsam mit Linken und Grünen eine neue Wirtschaftspolitik durchsetzt. Steuererhöhungen, Absenkung des Renteneintrittsalters und mehr Reglementierungen im Arbeitsrecht wären die logische Folge dieser Machtoption.

Riester Rente

Die Vorsorge für das Alter ist in der heutigen Zeit eine der wichtigsten Aufgaben für Arbeitnehmer. Viele Beispiele von Armut im Alter haben für einen hohen Bedarf an den richtigen Produkten für die Vorsorge gesorgt. Die Riester-Rente steht für Angestellte dabei mit an der ersten Stelle. Sie ist eine staatlich subventionierte Form der Vorsorge und bietet viele Vorteile für die Nutzer.

Das Prinzip der Riester-Rente

Bei der Riester-Rente suchen sich die Beitragszahler ein entsprechendes Produkt bei einer Versicherung und schließen bereits die festen Ratenzahlungen mit ein. Genau so funktioniert die Riester-Rente nämlich. Der Beitragszahler entscheidet sich hier für feste monatliche Zahlungen, die entsprechend vom Staat verzinst und subventioniert werden. Bei den meisten Versicherungen kann sich der Kunde zudem entscheiden, wohin das Geld investiert werden soll. Entsprechend der Entwicklungen bei der Wertsteigerung hat er so einen Einfluss auf die spätere Rendite. Die staatlichen Zuschüsse hingegen sind fest und müssen jedes Jahr neu beantragt und eingereicht werden. Dafür hat der Kunde zudem die Möglichkeit, die Riester-Rente direkt von der Steuer abzusetzen. Die Beiträge sind eine private Vorsorge für das Alter und stehen daher auch in jeder Form zur Verfügung.

Welche Alternativen zur Riester-Rente gibt es?

Ein Problem der Riester ist es, dass nur Angestellte die Vorteile nutzen können. Als Unternehmer oder Freiberufler gibt es die Rürup-Rente als Alternative. Zudem sollte man sich nicht alleine auf die Riester-Rente verlassen. Sie ermöglicht zwar die monatliche Auszahlung im Rentenalter, sollte aber zum Beispiel durch eine Lebensversicherung oder durch ein Portfolio mit Aktien ergänzt werden. Dafür ist die Riester-Rente auch in Krisenzeiten eine feste Anlage. Am Ende könnte man sich die Summe sogar auszahlen lassen oder die entsprechende Anlage direkt verkaufen. Es gibt also viele Möglichkeiten, die mit der Riester-Rente zur Verfügung stehen. Dies sorgt für enorme Vorteile bei der privaten Absicherung für die Finanzen im Alter.