Vereinbarkeit von Beruf und Fußball

Früh Morgens beginnt der Arbeitstag, doch am Abend zuvor lief bis spät in die Nacht ein spannendes Fußball-Spiel!

In Zeiten der WM in Brasilien laufen die Fußballspiele nach deutscher Zeit Abends und sogar erst Nachts. Für einen eingefleischten Fußballfan kann das mit den alltäglichen Arbeitszeiten kollidieren. Was einige Chefs sportlich sehen und den Arbeitnehmern entgegen kommen, stößt bei anderen Vorgesetzten auf Unverständnis. Einige Unternehmen, insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen aber auch große Konzerne, kommen den Mitarbeitern individuell entgegen und bieten beispielsweise das Fußball-Schauen in der eigenen Kantine an.

Grundsätzlich ist es in fast allen Betrieben möglich, dass Schichten getauscht werden, um zu entsprechenden Sende- bzw. Spielzeiten Freizeit zu haben, denn nicht alle Arbeitnehmer sind Fußballfans, sodass sich Tauschpartner finden lassen. Einige Unternehmen, wie z.B. der Daimler-Konzern, bot in der Vergangenheit die Option des verspäteten Schichtbeginns bzw. des früheren Schichtendes an, wenn entsprechende Interessen bekundet wurden. Unter den Beschäftigten im Allgemeinen sind sich jedoch über 65% dahingehend einig, dass die Arbeit grundsätzlich vorgeht und Fußballspiele nur dann angeschaut werden können, wenn die betrieblichen Belange und die Arbeitszeiten entsprechend angepasst werden können ohne dass Schaden entsteht.

Die Mehrheit der Arbeitnehmer ist ebenfalls nicht bereit unbezahlten Urlaub zu nehmen, um Fußballspiele anzuschauen, egal welche Mannschaft in welchem Stadium der WM spielt.

Wer profitiert wirklich vom neuen Rentenpaket der Bundesregierung?

Das Rentenpaket der Bundesregierung wurde kürzlich im Bundestag verabschiedet. Die vier Punkte des neuen Rentenpakets der Bundesregierung sind die Rente mit 63, die Erwerbsminderungsrente, das Budget für Rehabilitation und die Mütterrente. Doch eine Frage über das heiß diskutierte Paket bleibt offen: Wer profitiert wirklich davon?

Die Meinungen über das Rentenpaket der Bundesregierung gehen weit auseinander. Viele Kritiker sind noch immer überzeugt, dass die Regelungen nicht gerecht sind darüber hinaus auch noch viel zu teuer. Das Paket werde die Bundesrepublik bis zum Jahr 2030 etwa 200 Milliarden Euro kosten. Die meisten Beitragszahler seien jedoch die Geschädigten des Rentenpakets, meinte in einer Stellungsname die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände.

Denn die Mehrheit der Menschen, die in Zukunft höhere Beiträge zahlt, dürfte von den zusätzlichen Leistungen keinen Vorteil haben. Besonders die jüngere Generation sei von der Benachteiligung betroffen, denn für sie werden nicht nur höhere Rentenkassenbeiträge fällig, sondern sie muss auch als Steuerzahler herhalten.

Dazu kommt, dass die Rente mit 63 vorwiegend dem klassischen Facharbeiter etwas nütze. Dahingegen seien Frauen sogar massiv benachteiligt, da diese aufgrund von Kindererziehungszeiten nur selten die notwendigen 45 Versicherungsjahre erreichten. Während Männern daher ein vorzeitiger Rentenbeginn möglich werde, blieben Frauen meist auf der Strecke. Experten gehen aufgrund dieser deutlichen Bevorzugung einer bestimmten Arbeitnehmergruppe daher sogar davon aus, dass das Rentenpaket verfassungswidrig ist.

Stattdessen führe kein Weg an einer längeren Lebensarbeitszeit vorbei, da die Lebenserwartung deutlich gestiegen sei. In den sechziger Jahren lag der Durchschnitt des Rentenbezugs bei Männern bei etwa 9,6 Jahren, bei Frauen waren es etwa 10,6 Jahre. Im Vergleich dazu stehen die Zahlen aus dem Jahr 2012: Hier liegt der durchschnittliche Rentenbezug bei 20,8 Jahren. Dadurch ist ein Anstieg des Rentenbezugs um 90,9 Prozent zu verzeichnen. Diese Tendenz werde von dem neuen Rentenpaket in keinster Weise berücksichtigt, so die Experten. Eine Berücksichtigung der längeren Lebenserwartung im Rentenrecht sei jedoch unverzichtbar.