Wunderbare Geldvermehrung

Die Wirtschaft – innerhalb der Europäischen Union – befindet sich seit Jahren im Stillstand. Kein Wunder, dass Experten nach Lösungen suchen, dass die Konjunktur endlich wieder angekurbelt wird. Eine Möglichkeit, welche nun das Problem lösen soll, ist die geplante Milliarden-Investition, die von Brüssel ausgehen soll. Doch auch wenn die Idee mitunter seine positiven Aspekte aufweist, tritt auch die Schattenseite des Projekts deutlich in den Vordergrund. Denn die Milliarden müssen erst mittels einer Kreditfinanzierung aufgenommen werden. Auch wenn (womöglich) die Wirtschaft angeregt wird, bleiben am Ende Rekordschulden, für die der Steuerzahler haften wird (oder muss).

Dasselbe Prinzip führte die DDR in den Verderb

Das Szenario ist nicht neu. Schon vor etlichen Jahren versuchte ein Staat einen leeren Geldsack mit Geldscheinen zu füllen, die aber nur im Rahmen einer Finanzierung entstanden sind. Der Staat, in welchem das Projekt umgesetzt wurde bzw. gescheitert ist, war die DDR. Heute ist die DDR ein Teil der Geschichte. Die Europäische Union begibt sich somit auf sehr dünnes Eis. Schlussendlich soll eine Summe aufgenommen werden, welche doppelt so hoch wie der EU-Haushalt ist. Juncker spricht von einem Paket, das 315 Milliarden Euro schwer ist. Doch damit diese Summe in jener Milliardenhöhe überhaupt aufgebracht werden kann, muss die Finanzierungskapazität auf über 63 Milliarden ausgeweitet werden. Auf Grund der Tatsache, dass in weiterer Folge weitere Anleger in das Projekt miteinbezogen werden, können die 315 Milliarden Euro – die es in Wahrheit nicht gibt – in die Wirtschaft gepumpt werden.

Juncker und Draghi – läuten sie die Wende ein?

Juncker will bis zum Jahr 2017 diese Summe aufbringen und die Konjunktur – innerhalb der Europäischen Union – ankurbeln. Aber Juncker ist nicht alleine mit seiner Idee. Schlussendlich hat es der Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, nicht anders gemacht. Auch dieser hat mit riskanten Methoden 1,4 Billionen Euro geschaffen bzw. möchte diese in die Wirtschaft investieren. Ganz egal, ob die Wirtschaft angekurbelt wird – am Ende haftet immer der Steuerzahler für jene Summen, welche die Konjunktur antreiben sollen. Somit bleibt am Ende nur die Hoffnung, dass das Projekt nicht die falsche Richtung einschlägt. In der DDR hat es nicht funktioniert. Wenn die Finanzspritze scheitert, wird die EU denselben Weg eingehen und in wenigen Jahren auch nur noch ein Teil der Geschichte sein.