Wirtschaftliche Kooperation mit Südkorea

Auf Einladung der koreanischen Regierung reiste der Präsident des Bundesverbandes für mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, nach Seoul. Unter anderem traf er sich dort mit der Spitze des südkoreanischen Mittelstandes und vereinbarte künftige Zusammenarbeit.

Mario Ohoven auf dem Zukunftskongress in Seoul

Das Global Green Growth Forum ist ein Zukunftskongress von internationaler Bedeutung, der Mittelstandspräsident nutzte diesen Rahmen zur Erläuterung der Hightech-Strategie der deutschen Regierung. Die Keynote zu Industrie 0.4 fand bei den zahlreich anwesenden koreanischen Vertretern aus Politik und Wirtschaft regen Anklang. Mario Ohoven machte auf dem Wirtschaftssymposium deutlich, dass die deutschen Politiker erhebliche Anstrengungen zur Sicherung des heimischen Wirtschaftsstandortes unternehmen müssen und werden. 

Lernbedarf auf beiden Seiten

Mario Ohoven stellte klar, dass Deutschland in vielen Segmenten weltweit führend ist, gleichwohl gibt es in der Bundesrepublik auch Nachholbedarf. So muss beispielsweise die deutsche Breitbandinfrastruktur zügig ausgebaut werden, in diesem Bereich sind die Südkoreaner schon weiter als wir. Darüber hinaus muss mehr in die deutsche Bildung investiert werden, auch bei Forschung, Entwicklung und der finanziellen Förderung von Neugründungen besteht Nachbesserungsbedarf. Südkorea verfügt über deutlich mehr Hochschulabsolventen in technikrelevanten Fächern und präsentiert sich auf den globalen Märkten zunehmend als respektabler Mitbewerber.

Intensive Zusammenarbeit angestrebt

Mario Ohoven traf sich im Rahmen seines Besuchs mit dem südkoreanischen Verbands-Vizepräsidenten Song Jae-hee. Es ging dabei vor allem um Kontakte zwischen Deutschland und dem führenden Mittelstandsverband Südkoreas, welche bereits vor einigen Monaten in Berlin ihren Anfang genommen hatten. Das freundschaftliche Verhältnis zwischen dem südkoreanischen KBIZ und dem deutschen BVMW soll weiter ausgebaut werden. Zum Ende des Gesprächs wurde ein zeitnaher Gegenbesuch in Deutschland und die Ausrichtung eines gemeinschaftlichen Wirtschaftskongresses in Berlin beschlossen.

Mario Ohoven nahm den Kongress in Seoul zum Anlass, den Mittelstandsverband BVMW bei den koreanischen Gastgebern vorzustellen. Des Weiteren schuf der Verbands-Chef optimale Voraussetzungen für bilaterale Wirtschaftsbeziehungen auf der Ebene von Unternehmen in jeder Größenordnung.

Mario Ohoven begrüßt Initiative gegen Jugendarbeitslosigkeit in Europa

Heute wurde in Mannheim eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) veröffentlicht, die sich mit der Jugendarbeitslosigkeit in der Europäischen Union beschäftigt und Vorschläge für eine Stärkung der beruflichen Mobilität unterbreitet. Anlässlich dieser Untersuchung erklärte Mario Ohoven, der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft e. V. sowie des europäischen Mittelstandsdachverbandes CEA-PME, dass der deutsche Mittelstand eine entschiedenere Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa unterstütze. Schließlich ist in einigen Teilen Europas – insbesondere in den südlichen Mitgliedsstaaten – beinahe die Hälfte der Jugendlichen von Arbeitslosigkeit betroffen.

Gleichzeitig warnt Ohoven, dass die vergleichsweise komfortable Situation in Deutschland Probleme des hiesigen Bildungssystem verschleiere: Nachdem jahrelang die akademische Bildung stark forciert wurde, stehen heute den zwei Millionen Auszubildenden 2,6 Millionen Studenten gegenüber. Derweil klagen tausende Mittelständler über einen Fachkräftemangel. Daher regt Ohoven an, das Augenmerk wieder verstärkt auf die Reformierung des Dualen Systems zu richten.

Des Weiteren weist Ohoven darauf hin, dass das Potenzial der aktuell arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren dauerhaft brach zu liegen droht. Daher unterstützen seine Verbände den Vorstoß des ZEW, die berufliche Mobilität zu forcieren. Schließlich benötigen die jungen Menschen rasch eine zukunftsträchtige Perspektive.

In der Vergangenheit wurden bereits andere Maßnahmen zur Eindämmung der Jugendarbeitslosigkeit eingeleitet: So hat die EU im Frühjahr die Jugendgarantie beschlossen, dank derer alle jungen Menschen unter 25 Jahren innerhalb von vier Monaten eine Stelle, einen Ausbildungsplatz oder ein Praktikum finden sollen. Bis jetzt sind allerdings nur Frankreich und Italien in der Lage, die Fördermittel abzurufen. Auch hat der ZEW bereits im Sommer auf mögliche Schwachpunkte der Jugendgarantie hingewiesen: Oftmals würde mit öffentlichen Beschäftigungsmaßnahmen lediglich die Statistik geschönt, während den Jugendlichen die Tür zum Arbeitsmarkt weiterhin verschlossen bleibe.

Die Handlungen der Schattenbanken und ihre Auswirkung

Schattenbanken häufen, völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit, weltweit Billionen-Summen an. Die Gefahr einer neuen, globalen Finanzkrise wächst zusehends. Auch Deutschland verbirgt seine Probleme: Die viel zitierte Schuldenbremse scheint ein Etikettenschwindel zu sein.

Das Geschäftsmodell von Schattenbanken ist relativ leicht zu verstehen. Sie horten riesige Geldsummen an und entziehen sich dabei jeder Kontrolle. In Basel hat der Rat für Finanzstabilität das Vermögen der Schattenbanken Ende 2012 auf über 71 Billionen US-Dollar geschätzt. Das ist etwa dreimal so viel wie noch im Jahr 2002. Neuere Zahlen gibt es nicht.

Beim Treffen der Wirtschafts-Nobelpreisträger hat Angela Merkel auf die Bedrohung hingewiesen. Die Bundeskanzlerin warnte, dass eine weitere Finanzkrise praktisch programmiert sei. Expertenschätzungen zufolge liegt in Europa ein knappes Drittel des Vermögens in der Finanzwirtschaft bei Schattenbanken. In den USA sind es sogar schon 40%, Tendenz steigend.
Schon auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, im Jahr 2008, hatte Frau Merkel eine stärkere Regulierung und Durchleuchtung der Schwarzmärkte gefordert. Bislang ohne großen Erfolg. Großes Interesse an Transparenz dürfte die Politik nicht haben. Sonst könnten die eigenen Schulden-Schattenspiele auffallen.

Es ist Fakt, dass es im Grundgesetz keine Schuldengrenze gibt, sondern nur eine Defizitgrenze. Diese scheinbar sprachliche Spielart hat folgenschwere Konsequenzen. Der Staat kann somit beispielsweise weiterhin Milliardenschulden aufnehmen, um neue Bürgschaften für EU-Krisenländer einzugehen oder eine Bank vor dem Bankrott zu retten. Dies geschieht aus dem laufenden Haushalt. Die Schulden, aber nicht das Defizit, würden ansteigen.
Der Maastricht-Vertrag ist in der Hinsicht auch wenig wert. Die Angaben lauten maximal 3% Neuverschuldung und 60% Gesamtverschuldung im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt. Wichtige Euroländer befinden sich weit darüber. Deutschland liegt zur Zeit bei 77,3%. Diese deutliche Schuldenlast ist nur die Spitze des Bergs. Hinzu kommen die Verbindlichkeiten, die in den sozialen Sicherungssystemen verborgenen sind. Gesamt beläuft sich die Schuldenlast auf über 280% des Bruttoinlandsprodukts. Die Warnungen der Bundeskanzlerin könnten schon bald Realität werden.

Folgen der Russland-Sanktionen für den deutschen Mittelstand

Im Juli verhängte die EU diverse Sanktionen gegen Russland, u.a. verbot sie den Export von Gütern, die neben dem zivilen Gebrauch auch für militärische Zwecke genutzt werden können. Auch technische Modernisierungen der Ölförderung fielen unter das Exportverbot. Russland antwortete daraufhin mit einem Importverbot für Lebensmittel.
Besonders den Mittelstand treffen die Russland-Sanktionen hart, da sie nicht die Möglichkeiten großer Unternehmen haben, geschäftlich auf andere Länder auszuweichen. Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, warnte vor den “Bremswirkungen der Sanktionsspirale”. Hochspezialisierte Unternehmen mit starkem osteuropäischen Exportanteil werden damit, so auch Tobias Baumann, der für Russland verantwortliche Referatsleiter beim Deutschen Industrie- und Handelstag, wissentlich in Gefahr gebracht.
Bundeswirtschaftsminister Gabriel prüft nun potentielle Hilfsmaßnahmen für die Unternehmen, die durch die Sanktionen in Existenzschwierigkeiten gekommen sind oder noch kommen werden.
Gerade in den neuen Bundesländern ansässige Firmen, die durch die DDR Vergangenheit noch engere wirtschaftliche Kontakte mit Osteuropa pflegen und zum Teil 30 bis 50 Prozent ihres Geschäfts in Russland und der Ukraine abwickeln, trifft es besonders hart. Man fürchtet eine Umorientierung Russlands hin zu Handelspartnern, deren Länder nicht an den Sanktionen partizipierten. Tatsächlich weisen Firmen wie zum Beispiel die sächsische MWL Apparate Bau GmbH, die Druckbehälter für die chemische und petrochemische Industrie herstellt, bereits erhebliche Auftragseinbrüche auf. Da aufgrund der Sanktionen keine Garantie auf Lieferung potentieller Bestellungen möglich sei, bleiben diese von russischer Seite aus. Einzelne Unternehmen, etwa die Union Werkzeugmaschinen GmbH Chemnitz, haben als Folge der Krise und mangelnder Auftragslage bereits Kurzarbeit eingeführt.

Der gesetzliche Abbau von Arbeitsplätzen

Das deutsche Parlament hat die Einführung eines bundesweiten Mindestlohns von 8,50 € pro Stunde beschlossen, nachdem es Monate mit hitzigen Debatten unter Politikern und Unternehmen verbracht hat. Das Gesetz ist ein Reform-Flaggschiff der Sozialdemokraten (SPD), für die es eine Bedingung zur Schaffung einer “großen Koalition” mit Bundeskanzlerin Angela Merkels Konservative im vergangenen Jahr darstellt. Die SPD argumentierte mit der Notwendigkeit eines formellen Mindestlohns, da sich die soziale Kluft zu den Beschäftigten in Vollzeitarbeitsplätze weiter ausbreitet. Die Gegner sagen, der Lohn könnte Arbeitsplätze bei kleinen Unternehmen bedrohen, vor allem in der ehemaligen DDR, wo die Löhne niedriger sind. Im Gespräch mit konservativen Wirtschaftsführern und Politikern nach der Abstimmung bezeichnete Dr. Merkel den Mindestlohn und die Rentenreform als “schmerzhafte Kompromisse” mit der SPD.

Für die deutsche Industrie sei der Mindestlohn kein zentrales Thema, so die Bundeskanzlerin. Anders als die meisten EU-Länder hat Deutschland teilweise einen Mindestlohn, weil sie als politische Einmischung in die Lohnverhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern galten. Deutschland war eines von sieben EU-Nationen ohne einen Mindestlohn. Großbritannien erhöht seine Mindestlöhne in diesem Jahr um 6,50 £ (8,19 €) pro Stunde, um den Rückgang der realen Werte während der Rezession anzupassen.

Trotz der Argumente gegen die Einrichtung stand die öffentliche Meinung überwiegend hinter der Idee eines Mindestlohns. Laut einer Umfrage in dieser Woche sprachen sich neun von zehn Deutschen dafür aus.

Vereinbarkeit von Beruf und Fußball

Früh Morgens beginnt der Arbeitstag, doch am Abend zuvor lief bis spät in die Nacht ein spannendes Fußball-Spiel!

In Zeiten der WM in Brasilien laufen die Fußballspiele nach deutscher Zeit Abends und sogar erst Nachts. Für einen eingefleischten Fußballfan kann das mit den alltäglichen Arbeitszeiten kollidieren. Was einige Chefs sportlich sehen und den Arbeitnehmern entgegen kommen, stößt bei anderen Vorgesetzten auf Unverständnis. Einige Unternehmen, insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen aber auch große Konzerne, kommen den Mitarbeitern individuell entgegen und bieten beispielsweise das Fußball-Schauen in der eigenen Kantine an.

Grundsätzlich ist es in fast allen Betrieben möglich, dass Schichten getauscht werden, um zu entsprechenden Sende- bzw. Spielzeiten Freizeit zu haben, denn nicht alle Arbeitnehmer sind Fußballfans, sodass sich Tauschpartner finden lassen. Einige Unternehmen, wie z.B. der Daimler-Konzern, bot in der Vergangenheit die Option des verspäteten Schichtbeginns bzw. des früheren Schichtendes an, wenn entsprechende Interessen bekundet wurden. Unter den Beschäftigten im Allgemeinen sind sich jedoch über 65% dahingehend einig, dass die Arbeit grundsätzlich vorgeht und Fußballspiele nur dann angeschaut werden können, wenn die betrieblichen Belange und die Arbeitszeiten entsprechend angepasst werden können ohne dass Schaden entsteht.

Die Mehrheit der Arbeitnehmer ist ebenfalls nicht bereit unbezahlten Urlaub zu nehmen, um Fußballspiele anzuschauen, egal welche Mannschaft in welchem Stadium der WM spielt.

Wer profitiert wirklich vom neuen Rentenpaket der Bundesregierung?

Das Rentenpaket der Bundesregierung wurde kürzlich im Bundestag verabschiedet. Die vier Punkte des neuen Rentenpakets der Bundesregierung sind die Rente mit 63, die Erwerbsminderungsrente, das Budget für Rehabilitation und die Mütterrente. Doch eine Frage über das heiß diskutierte Paket bleibt offen: Wer profitiert wirklich davon?

Die Meinungen über das Rentenpaket der Bundesregierung gehen weit auseinander. Viele Kritiker sind noch immer überzeugt, dass die Regelungen nicht gerecht sind darüber hinaus auch noch viel zu teuer. Das Paket werde die Bundesrepublik bis zum Jahr 2030 etwa 200 Milliarden Euro kosten. Die meisten Beitragszahler seien jedoch die Geschädigten des Rentenpakets, meinte in einer Stellungsname die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände.

Denn die Mehrheit der Menschen, die in Zukunft höhere Beiträge zahlt, dürfte von den zusätzlichen Leistungen keinen Vorteil haben. Besonders die jüngere Generation sei von der Benachteiligung betroffen, denn für sie werden nicht nur höhere Rentenkassenbeiträge fällig, sondern sie muss auch als Steuerzahler herhalten.

Dazu kommt, dass die Rente mit 63 vorwiegend dem klassischen Facharbeiter etwas nütze. Dahingegen seien Frauen sogar massiv benachteiligt, da diese aufgrund von Kindererziehungszeiten nur selten die notwendigen 45 Versicherungsjahre erreichten. Während Männern daher ein vorzeitiger Rentenbeginn möglich werde, blieben Frauen meist auf der Strecke. Experten gehen aufgrund dieser deutlichen Bevorzugung einer bestimmten Arbeitnehmergruppe daher sogar davon aus, dass das Rentenpaket verfassungswidrig ist.

Stattdessen führe kein Weg an einer längeren Lebensarbeitszeit vorbei, da die Lebenserwartung deutlich gestiegen sei. In den sechziger Jahren lag der Durchschnitt des Rentenbezugs bei Männern bei etwa 9,6 Jahren, bei Frauen waren es etwa 10,6 Jahre. Im Vergleich dazu stehen die Zahlen aus dem Jahr 2012: Hier liegt der durchschnittliche Rentenbezug bei 20,8 Jahren. Dadurch ist ein Anstieg des Rentenbezugs um 90,9 Prozent zu verzeichnen. Diese Tendenz werde von dem neuen Rentenpaket in keinster Weise berücksichtigt, so die Experten. Eine Berücksichtigung der längeren Lebenserwartung im Rentenrecht sei jedoch unverzichtbar.

250.000 neue Stellen

Bereits seit zwei Jahren gibt es neue Entwicklungen im Aufschwung von Deutschland. Man hat die Finanz- und Währungskrise überwunden und neue Märkte für sich generieren können. Das führt dazu, dass vor allem der deutsche Mittelstand besonders stark ist. Während die DAX-Konzerne mitten im deutschen Aufschwung ein wenig Schwäche zeigen, dürften in den nächsten Jahren in Deutschland bis zu 250.000 neue Stellen entstehen. Das sagt jedenfalls Mario Ohoven, Präsident des deutschen Verbandes für mittelständische Wirtschaft.

Positive Entwicklungen in Deutschland

Ohoven, der als Präsident des BVMV in Bonn einen guten Überblick über die Lage im deutschen Mittelstand hat, hat sich bereits jetzt zu dem Wachstum in Deutschland geäußert. So scheint es momentan einen deutlichen Aufschwung im deutschen Mittelstand zu geben. Die Unternehmen machen große Gewinne und sorgen so für eine stabile Basis, die sie auch über die eine oder andere Krise helfen würde. Ein wenig anders sieht es bei den größten Konzernen aus. Wird der Blick nur auf die großen 30 Unternehmen aus dem DAX geworfen, haben diese im letzten Jahr einen spürbaren Verlust gemacht. Das Wachstum der Wirtschaft scheint daher auch aus einem objektiven Auge vor allem von den Entwicklungen im Mittelstand abzuhängen.

Mehr positive Entwicklungen zu erwarten

Wenn der deutsche Mittelstand stark ist, bedeutet das auch, dass es eine starke Wirtschaft in der Republik gibt. Zwar mögen die großen Unternehmen an den Börsen dominieren, die meisten Arbeitnehmer arbeiten aber nicht in den Konzernen. Mit möglicherweise 250.000 neuen Stellen wird eine neue Basis für einen erfolgreichen Arbeitsmarkt gelegt. Es sind nur die Prognosen aus anderen Stellen, die ein wenig mit Sorge zu betrachten sind. So sind es die hohen Strompreise und die Konkurrenz aus dem Ausland, die zu einer Bedrohung für die deutschen Unternehmen werden. Trotz dieser Faktoren befindet sich die deutsche Wirtschaft aber in einer sehr guten Lage und wird weiter aktiv den Ausbau vorantreiben.

Energiereform in Deutschland

Die Energiereform in Deutschland ist noch immer ein äußerst kontroverses Thema für die unterschiedlichen Parteien. Vor allem in der Industrie regt sich Widerstand gegen die Umsetzung durch die Regierung. Dabei wissen die Industrieverbände vor allem auf ein empfindliches Thema zu zeigen: die Jobs in den entsprechenden Branchen der Industrie. Von großen Firmen bis hin zu kleinen Firmen aus dem Mittelstand wird die Energiewende als ein großes Risiko für den Arbeitsmarkt beschrieben.

Die vermeintlichen Gefahren der Energiewende

Bundesminister Gabriel hat in seinen neusten Plänen für die Energiewende und die damit verbundenen Reformen verschiedene Pläne vorgestellt, die nicht nur bei der Infrastruktur, sondern auch der grundlegenden Versorgung neue Maßstäbe bieten sollen. Dazu gehört zum Beispiel die Umstellung bei den regenerativen Energien und den konsequenten Ausbau der Windenergie im Norden. Das betrifft aber zum Beispiel auch den Ausbau von Trassen in den Süden der Republik. Der Bund der Industrie warnt, dass die Pläne aus dem Energieministerium insgesamt bis zu 900.000 Jobs bedrohen würden. Besonders bei großen Unternehmen, die auf besondere Weise von der Versorgung abhängig sind – etwa die Deutsche Bahn – könnte dies einen nachhaltigen Abbau bei den Stellen bedeuten.

Energiewende auch intern in der Kritik

Bevor man sich aber mit den Kritikern aus der Wirtschaft und der Industrie beschäftigen kann, wird man vor allem politisch auf einen gemeinsamen Kurs kommen müssen. Während die Länder im Norden den Ausbau der Versorgung mit der Hilfe von Wind sehr begrüßen, hat man in Bayern verschiedene Bedenken, was den Ausbau der Trassen nach Süden bedeutet. Vor allem viele Anwohner machen sich Sorgen um die Entwicklung der Preise in der direkten Umgebung der entsprechenden Stromträger. Es müssen also noch viele Dinge geklärt werden, ehe die Umsetzung der neuen Reform beginnen kann. Bis dahin wird man vielleicht auch die Bedenken in Hinblick auf die Jobs ausgeräumt haben.

Deutsche Firmen fürchten harte Sanktionen

Zusammenfassung WiWo-Artikel

Die Ukraine-Krise zieht immer weitere Kreise. Die vielen Toten, welche die letzten Tage in Städten wie Odessa oder Slawjansk gebracht haben, zwingen die Politiker zum Handeln. Das wichtigste Ziel der Sanktionen: Russland. Nicht nur die Vereinigten Staaten, sondern insbesondere auch die Europäische Union, haben in den letzten Wochen bereits zwei Mal Sanktionen gegen russische Politiker und Industrielle verhängt, die nicht mehr in die westlichen Staaten einreisen dürfen und deren Konten eingefroren wurden.

Noch keine wirtschaftlichen Folgen

Im Moment halten sich die wirtschaftlichen Folgen noch in Grenzen, viele Firmen fürchten sich aber davor, dass die Sanktionen gravierender werden könnten. Das würde eine große Gefahr für das Wirtschaftswachstum bedeuten, munkeln viele. Deutschland hat eine nicht zu unterschätzende Abhängigkeit vom Handel mit Russland, ein Einbruch, der Sanktionen geschuldet ist, könnte in die Milliarden gehen, wenn man die gesamte Wirtschaft betrachtet. Besonders gefährdet ist der Mittelstand. Bei manchen Firmen geht es in Bezug auf Russland um Investitionen im einstelligen Millionenbereich. Sollte es zu härteren Sanktionen kommen, droht den beteiligten Firmen ein Umsatzeinbruch oder ein Wegfall von Investitionen. Ein ernst zunehmendes Problem, denn in den letzten Jahren haben viele Unternehmen die Zusammenarbeit mit Russland verstärkt.

Schon jetzt erste Investitionshemmnisse

Es gewisser wirtschaftlicher Schaden besteht schon jetzt, denn viele Investitionen, die mit Russland zu tun haben, werden im Moment noch zurückgehalten. Der Grund dafür ist die steigende Angst davor, dass das Russland-Geschäft durch Sanktionen maßgeblich Schaden nehmen könnte. Die Europäische Union ist allerdings nur die eine Seite der Medaille, in der Wirtschaft herrscht auch eine weitere Angst vor, denn als Folge harter Sanktionen der EU, könnte auch Russland zu ähnlichen Maßnahmen greifen. Für Unternehmen könnte das im schlimmsten Fall sogar Enteignungen in Russland bedeuten.

Probleme mit der Energieversorgung

Neben den 6.300 Unternehmen in Deutschland, die mit dem Russland-Geschäft zu tun haben, herrscht auch in anderen Betrieben Angst vor. Das liegt daran, dass Deutschland bei Erdgas und Erdöl hauptsächlich auf russische Lieferungen setzt. Mittelfristig könnte sich auch das als ernst zunehmendes Problem erweisen.