Schlagwort-Archiv: Mario Ohoven

Mario Ohoven sieht bei TTIP Verbesserungsbedarf

Der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) Mario Ohoven, mahnt beim geplanten Freihandelsabkommen TTIP Verbesserungsbedarf an. Ohoven, der auch dem TTIP-Beirat von Bundeswirtschaftsminister Siegmar Gabriel angehört, sieht in einzelnen Punkten des Abkommens erhebliche Risiken für mittelständische Unternehmen.

Freier und fairer Handel gewünscht

Der BVMW-Vorsitzende, der auch Vorsitzender von European Entrepreneurs, dem europäischen Mittelstands-Dachverband ist, sieht bei TTIP Mängel, die es zu beheben gilt. Hierzu zählen die Schiedsgerichtsverfahren, der geplante Regulationsrat, die sich ausschließenden Prinzipien von Vor- und Nachsorge und der Verbraucherschutz. Wie Mario Ohoven in einem Gastkommentar der Fuldaer Zeitung (Ausgabe 21. April 2015) erklärte, befürworte der Großteil der mittelständischen Unternehmen in Deutschland das geplante Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA. Allerdings, so der BVMW-Vorsitzende, dürfe der Handel nicht nur frei, sondern auch fair sein.

Hohe Schiedsgerichtskosten als Risiko für mittelständische Betriebe

Grundsätzlich hält Mario Ohoven Schiedsgerichte für eine sinnvolle Einrichtung. Derlei Verfahren hätten sich vor allem dort bewährt, wo wenig Rechtssicherheit herrsche. Dies treffe jedoch weder auf die USA noch die Staaten der Europäischen Union zu. Die Einführung des Investor-Staats-Schiedsverfahrens (ISDS) berge erhebliche Risiken für mittelständische Unternehmen, erklärte Ohoven. Außer dem Umstand, dass hier keinerlei Revisionsmöglichkeit bestehe, bemängelte er vor allem die hohen Verfahrenskosten. Die belaufen sich laut OECD auf fünf bis sechs Millionen Euro. Ein Betrag, den große Konzerne leicht verschmerzen können, der jedoch die finanziellen Möglichkeiten vieler Mittelständler übersteige.

Käme es zur Einführung von ISDS in seiner jetzigen Form, befürchtet Mario Ohoven eine Klagewelle von Seiten US-amerikanischer Investoren. Dies könnte sich auch negativ auf die Kreditwürdigkeit ganzer Länder auswirken, die hinsichtlich ihrer Bonität im Ranking herabgestuft werden könnten. Ohovens Kritik an der jetzigen TTIP-Fassung richtet sich auch gegen das Ausschlussprinzip der Vor- und Nachsorge in der Produktherstellung. Dies könne zu Lasten des Verbraucherschutzes gehen. Während hierzulande neue Produkte ausgiebig geprüft würden, ehe sie auf den Markt kämen, könnten amerikanische Produzenten ihre Waren gleich auf den Markt werfen und müssten erst reagieren, wenn Produktmängel auftauchten.

Wachsender Widerstand über Parteigrenzen hinweg

Auch in Hinblick auf die Einführung des Regulationsrats hegt Mario Ohoven Bedenken. Zwar hält es der BVMW-Vorsitzende für sinnvoll, Normungsprozesse frühzeitig abzustimmen, allerdings müsse das unter Einbeziehung der nationalen Parlamente sowie des europäischen Mittelstandes geschehen.

Mario Ohoven befürchtet, dass viele Politiker noch immer nicht die Tragweite begriffen haben, die mit TTIP verbunden ist. Er sieht allerdings auch, dass der Widerstand dagegen wächst. Inzwischen hätten sich über Parteigrenzen hinweg Zweckbündnisse gegen das geplante Abommen gebildet. Ohoven erwähnt in diesem Zusammenhang die Kooperation zwischen BVMW und Gewerkschaftsverbänden. Hiervon erhofft sich der BVMW-Vorsitzende ein verbessertes Freihandelsabkommen, das fair ist und dem Mittelstand von Nutzen ist, anstatt ihm zu schaden.

Wirtschaftliche Kooperation mit Südkorea

Auf Einladung der koreanischen Regierung reiste der Präsident des Bundesverbandes für mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, nach Seoul. Unter anderem traf er sich dort mit der Spitze des südkoreanischen Mittelstandes und vereinbarte künftige Zusammenarbeit.

Mario Ohoven auf dem Zukunftskongress in Seoul

Das Global Green Growth Forum ist ein Zukunftskongress von internationaler Bedeutung, der Mittelstandspräsident nutzte diesen Rahmen zur Erläuterung der Hightech-Strategie der deutschen Regierung. Die Keynote zu Industrie 0.4 fand bei den zahlreich anwesenden koreanischen Vertretern aus Politik und Wirtschaft regen Anklang. Mario Ohoven machte auf dem Wirtschaftssymposium deutlich, dass die deutschen Politiker erhebliche Anstrengungen zur Sicherung des heimischen Wirtschaftsstandortes unternehmen müssen und werden. 

Lernbedarf auf beiden Seiten

Mario Ohoven stellte klar, dass Deutschland in vielen Segmenten weltweit führend ist, gleichwohl gibt es in der Bundesrepublik auch Nachholbedarf. So muss beispielsweise die deutsche Breitbandinfrastruktur zügig ausgebaut werden, in diesem Bereich sind die Südkoreaner schon weiter als wir. Darüber hinaus muss mehr in die deutsche Bildung investiert werden, auch bei Forschung, Entwicklung und der finanziellen Förderung von Neugründungen besteht Nachbesserungsbedarf. Südkorea verfügt über deutlich mehr Hochschulabsolventen in technikrelevanten Fächern und präsentiert sich auf den globalen Märkten zunehmend als respektabler Mitbewerber.

Intensive Zusammenarbeit angestrebt

Mario Ohoven traf sich im Rahmen seines Besuchs mit dem südkoreanischen Verbands-Vizepräsidenten Song Jae-hee. Es ging dabei vor allem um Kontakte zwischen Deutschland und dem führenden Mittelstandsverband Südkoreas, welche bereits vor einigen Monaten in Berlin ihren Anfang genommen hatten. Das freundschaftliche Verhältnis zwischen dem südkoreanischen KBIZ und dem deutschen BVMW soll weiter ausgebaut werden. Zum Ende des Gesprächs wurde ein zeitnaher Gegenbesuch in Deutschland und die Ausrichtung eines gemeinschaftlichen Wirtschaftskongresses in Berlin beschlossen.

Mario Ohoven nahm den Kongress in Seoul zum Anlass, den Mittelstandsverband BVMW bei den koreanischen Gastgebern vorzustellen. Des Weiteren schuf der Verbands-Chef optimale Voraussetzungen für bilaterale Wirtschaftsbeziehungen auf der Ebene von Unternehmen in jeder Größenordnung.

Mario Ohoven begrüßt Initiative gegen Jugendarbeitslosigkeit in Europa

Heute wurde in Mannheim eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) veröffentlicht, die sich mit der Jugendarbeitslosigkeit in der Europäischen Union beschäftigt und Vorschläge für eine Stärkung der beruflichen Mobilität unterbreitet. Anlässlich dieser Untersuchung erklärte Mario Ohoven, der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft e. V. sowie des europäischen Mittelstandsdachverbandes CEA-PME, dass der deutsche Mittelstand eine entschiedenere Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa unterstütze. Schließlich ist in einigen Teilen Europas – insbesondere in den südlichen Mitgliedsstaaten – beinahe die Hälfte der Jugendlichen von Arbeitslosigkeit betroffen.

Gleichzeitig warnt Ohoven, dass die vergleichsweise komfortable Situation in Deutschland Probleme des hiesigen Bildungssystem verschleiere: Nachdem jahrelang die akademische Bildung stark forciert wurde, stehen heute den zwei Millionen Auszubildenden 2,6 Millionen Studenten gegenüber. Derweil klagen tausende Mittelständler über einen Fachkräftemangel. Daher regt Ohoven an, das Augenmerk wieder verstärkt auf die Reformierung des Dualen Systems zu richten.

Des Weiteren weist Ohoven darauf hin, dass das Potenzial der aktuell arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren dauerhaft brach zu liegen droht. Daher unterstützen seine Verbände den Vorstoß des ZEW, die berufliche Mobilität zu forcieren. Schließlich benötigen die jungen Menschen rasch eine zukunftsträchtige Perspektive.

In der Vergangenheit wurden bereits andere Maßnahmen zur Eindämmung der Jugendarbeitslosigkeit eingeleitet: So hat die EU im Frühjahr die Jugendgarantie beschlossen, dank derer alle jungen Menschen unter 25 Jahren innerhalb von vier Monaten eine Stelle, einen Ausbildungsplatz oder ein Praktikum finden sollen. Bis jetzt sind allerdings nur Frankreich und Italien in der Lage, die Fördermittel abzurufen. Auch hat der ZEW bereits im Sommer auf mögliche Schwachpunkte der Jugendgarantie hingewiesen: Oftmals würde mit öffentlichen Beschäftigungsmaßnahmen lediglich die Statistik geschönt, während den Jugendlichen die Tür zum Arbeitsmarkt weiterhin verschlossen bleibe.

250.000 neue Stellen

Bereits seit zwei Jahren gibt es neue Entwicklungen im Aufschwung von Deutschland. Man hat die Finanz- und Währungskrise überwunden und neue Märkte für sich generieren können. Das führt dazu, dass vor allem der deutsche Mittelstand besonders stark ist. Während die DAX-Konzerne mitten im deutschen Aufschwung ein wenig Schwäche zeigen, dürften in den nächsten Jahren in Deutschland bis zu 250.000 neue Stellen entstehen. Das sagt jedenfalls Mario Ohoven, Präsident des deutschen Verbandes für mittelständische Wirtschaft.

Positive Entwicklungen in Deutschland

Ohoven, der als Präsident des BVMV in Bonn einen guten Überblick über die Lage im deutschen Mittelstand hat, hat sich bereits jetzt zu dem Wachstum in Deutschland geäußert. So scheint es momentan einen deutlichen Aufschwung im deutschen Mittelstand zu geben. Die Unternehmen machen große Gewinne und sorgen so für eine stabile Basis, die sie auch über die eine oder andere Krise helfen würde. Ein wenig anders sieht es bei den größten Konzernen aus. Wird der Blick nur auf die großen 30 Unternehmen aus dem DAX geworfen, haben diese im letzten Jahr einen spürbaren Verlust gemacht. Das Wachstum der Wirtschaft scheint daher auch aus einem objektiven Auge vor allem von den Entwicklungen im Mittelstand abzuhängen.

Mehr positive Entwicklungen zu erwarten

Wenn der deutsche Mittelstand stark ist, bedeutet das auch, dass es eine starke Wirtschaft in der Republik gibt. Zwar mögen die großen Unternehmen an den Börsen dominieren, die meisten Arbeitnehmer arbeiten aber nicht in den Konzernen. Mit möglicherweise 250.000 neuen Stellen wird eine neue Basis für einen erfolgreichen Arbeitsmarkt gelegt. Es sind nur die Prognosen aus anderen Stellen, die ein wenig mit Sorge zu betrachten sind. So sind es die hohen Strompreise und die Konkurrenz aus dem Ausland, die zu einer Bedrohung für die deutschen Unternehmen werden. Trotz dieser Faktoren befindet sich die deutsche Wirtschaft aber in einer sehr guten Lage und wird weiter aktiv den Ausbau vorantreiben.

Lebenslauf Mario Ohoven

Mario Ohoven - BVMW
Mario Ohoven Präsident des BVMW

Am 18. Mai 1946 wurde Mario Ohoven in Neuss als Sohn einer Unternehmerfamilie mit Tradition geboren. Die Familie stellte seit 1810 Papier her und betrieb eine Hanfspinnerei. Mario Ohoven hat eine Ausbildung zum Bankkaufmann abgeschlossen und ist seit Mitte der 1970er Jahre als Anlageberater tätig. Einen Großteil seiner Zeit widmete er sich der Entwicklung steueroptimierter Anlageformen. Auch als Autor ist er erfolgreich mit seinem Buch Die Magie des Power-Selling unterwegs. Das Buch wurde in zwölf Sprachen übersetzt und war lange Zeit in den Bestsellerlisten vertreten. Hier gibt er Tipps und stellt die Erfolgsstrategie für perfektes Verkaufen vor.

Mario Ohoven ist gern gesehener Gast in TV Shows oder Talkrunden. Auch als Sprecher auf Kongressen und Tagungen wird er regelmäßig eingeladen. Seine Meinung ist gefragt in den Medien.

Seit 1998, nunmehr seit fast fünfzehn Jahren, ist Mario Ohoven der Präsident des Bundesverbandes mittelständischer Wirtschaft (BVMW) und vertritt die Interessen der Mitglieder des Verbandes. Er ist die Stimme des Mittelstandes und setzt sich für deren Belange ein. Mit Mut, Kraft und Willen. Seit 2002 ist Mario Ohoven zusätzlich der Präsident des europäischen Dachverbands nationaler Mittelstandsvereinigungen CEA-PME in Brüssel. Seit 2003 ist er außerdem Vorsitzender des Kuratoriums der Forschungsstelle mittelständische Wirtschaft der Uni Marburg.

Mario Ohoven ist ein Mann der Tat und versucht mit Überzeugungskraft und Wissen seine Visionen an den richtigen Stellen im Land durchzusetzen und hat auch vor Steinen, die ihm in den Weg gelegt werden, keine Angst. Er lässt sich nicht aufhalten sonder verfolgt seine Ziele, wie er es immer getan hat.